Amalie ist eine in zwei Bände gegliederte Geschichte aus 163 Briefen. Nach dem Tod ihrer Mutter berichtet Amalie ihrer Freundin Fanny von familiären Schulden, dem leichtgläubigen Vater und einem verschwenderischen Onkel, dessen Familie den Haushalt zusätzlich belastet.Nach dem Tod des Vaters gerät Amalie in Abhängigkeit von Verwandten und Vormündern. Sie erlebt Bevormundung, Eifersucht, unerwünschte Annäherungen und gesellschaftliche Vorurteile. In ihren Briefen denkt sie offen über Erziehung, weibliche Freiheit, Vernunft, Leidenschaft, Tugend und die ungleichen Erwartungen an Männer und Frauen nach.Eine übereilte Ehe bringt ihr neues Leid. Später findet sie im Schauspiel einen eigenen Lebensweg und muss sich gegen die Geringschätzung ihres Berufs behaupten. Nach zahlreichen Enttäuschungen begegnet sie Wilhelm B., dessen Liebe auf gegenseitiger Achtung und geistiger Übereinstimmung beruht. Trotz familiärer, gesellschaftlicher und religiöser Widerstände heiraten beide.Der Roman verbindet persönliche Schicksale mit Gesellschaftskritik, psychologischer Selbstbeobachtung und lebhaften Gesprächen über Liebe, Ehe, Bildung und Moral.